Nicht nur beim Hund ist die Zahnpflege wichtig – auch bei der Katze sollte eine regelmäßige Mund- und Zahnhygiene durchgeführt werden, damit es nicht zu Problemen kommt. Wie man die Zähne der Katze am besten reinigt und pflegt, erklären wir hier.

Um Zahnerkrankungen und insbesondere Zahnfleischentzündung und Zahnstein bei der Katze vorzubeugen, empfiehlt es sich besonders eine junge Katze schonend an Zahnpflege zu gewöhnen und diese regelmäßig durchzuführen. Denn durch Zahnpflege verbessert sich die Maulhygiene der Katze massiv und Zahnerkrankungen wie Gingivitis (Zahnfleischentzündung), Parodontitis und teilweise auch FORL können effektiv vorgebeugt werden.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Zahnpflege bei der Katze

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um bei der Katze der Zahnpflege und -hygiene zu betreiben. Das kann das klassische Zähneputzen sein, es gibt aber auch Zahnpflegesprays und Zahnpflegegele, mit denen man die Zahnhygiene bei der Katze unterstützen kann.

Außerdem kann man der Katze auch spezielles Zahnfutter füttern. Dieses besteht aus größeren Trockenfutterbrocken, die den Zahnabrieb fördern und oftmals mit Futterzusatzstoffen wie zum Beispiel Käseflocken oder getrocknetem Fleisch/Fisch, die ebenfalls zu vermehrtem Kauen und damit zu vermehrtem Zahnabrieb und damit zur Plaque-Verminderung führen.

Zähneputzen bei der Katze – so klappt’s

Wichtig ist es, die Katze schon im jungen Alter an das Zähneputzen zu gewöhnen und ihr die einzelnen Schritte beizubringen. Dafür braucht es viel Ausdauer und Geduld, damit dies am Ende reibungslos und ohne Stress funktioniert. Alle Schritte sollten sehr vorsichtig und in Ruhe durchgeführt werden, damit die Katze nicht beißt.

Schritt 1: Als erstes, sollte man die Katze daran gewöhnen, dass man die Lefzen anhebt und die Zähne berührt. Auch hier sehr behutsam und vorsichtig arbeiten, um ein Beißen der Katze zu vermeiden.

Schritt 2: Klappt das Anheben der Lefzen und das Berühren der Zähne reibungslos, kann man anfangen, Katzenzahnpasta zu verwenden und diese von außen auf die Zähne auftragen.

Schritt 3: Nun kann man anfangen, ganz vorsichtig eine kleine Zahnbürste mit weichen Borsten oder einen Fingerling benutzen, um damit die Zähne von außen zu berühren. 

Wenn man bei der Katze die Außenflächen der Zähne berühren und putzen kann, ist man bei der Zahnpflege schon einen guten, wichtigen Schritt gegangen. Ein Putzen der Innenflächen ist nicht unbedingt notwendig. Alle Zahnpflege-Maßnahmen erfordern viel Vertrauen der Katze und sollten niemals erzwungen werden.

Alle Schritte unterstützt man am besten mit positiver Verstärkung durch Leckerlies oder Klickern.

Zahnerkrankungen trotz Zahnpflege

Leider kann es trotz der besten Zahnpflege zu Zahnerkrankungen wie FORL oder auch RL (Resorptivläsionen) oder auch anderen bei der Katze kommen. FORL kommt sehr häufig vor und ist eine der schmerzhaftesten Erkrankungen der Katze. Fast jede 3. Katze ab einem Alter von 5 Jahren leidet an FORL. Es ist eine Erkrankung bei der sich der Zahn und seine Wurzeln auflöst. 

Wie erkenne ich, dass meine Katze ein Zahn- oder Zahnfleischproblem hat?

Folgende Symptome deuten auf ein Zahn- oder Zahnfleischproblem hin:

  • vermehrter Speichelfluss und sabbern
  • übler Maulgeruch
  • gerötetes Zahnfleisch
  • blutiger Speichel
  • Futterverweigerung oder Änderung im Fressverhalten (plötzlich wird statt Feuchtfutter lieber Trockenfutter gefressen oder umgekehrt)
  • Zähneknirschen
  • Zahnbeläge gelblich oder bräunlich besonders auf den Backenzähnen
  • es fallen schief stehende Zähne auf
  • Schmerzhaftigkeit an einzelnen Zähnen bei der Zahnpflege
  • Spielzeug wird fallen gelassen oder es wird plötzlich nicht mehr so gerne gespielt

Sollte einer dieser Punkte bei der Katze auffallen bzw. zutreffen, sollte der Tierarzt kontaktiert und eine Zahnkontrolle durchgeführt werden. Teilweise sind Veränderungen besonders im Wurzelbereich jedoch nur mit Zahnröntgen feststellbar. Dieses kann nur in Narkose erfolgen. Weitere Informationen zum Dentalröntgen bei der Katze folgen in Kürze.