Fast jedem Katzenbesitzer graut es vor einem Tierarztbesuch, denn dieser ist oftmals mit viel Stress für Mensch und Tier verbunden. Doch mit einigen Tricks und Tipps kann der Transport der Katze zum Tierarzt entspannt werden.

Schon der Anblick der Transportbox löst bei der Katze in vielen Haushalten Stress und eine Fluchtreaktion aus. Die Katze dann auch noch in die Transportbox zu bekommen und mit ihr den Tierarzt aufsuchen – für viele eine große Herausforderung. Deshalb kommen manche Katzenbesitzer erst im absoluten Notfall zum Tierarzt. Doch gerade bei Katzen ist eine regelmäßige Untersuchung – auch ohne Symptome – notwendig, da sie Schmerzen und andere Symptome fast nicht oder erst sehr spät zeigen. Mit etwas Geduld und Übung wird der nächste Tierarztbesuch wieder stressfreier!

Tipp 1: Die richtige Transport-Box für die Katze

Für eine gute Katzen-Transport-Box gibt es einige Kriterien, die diese erfüllen muss. Zum einen sollte sie sicher, gut verschließbar und stabil sein, damit die Katze nicht flüchten kann, wenn ein Verschluss versehentlich aufgeht. Auch Bequemlichkeit und eine gute Belüftung sind wichtig, damit sich die Katze wohl fühlt. Es sollte aber genug Sichtschutz vorhanden sein – am besten wären sogar abgedunkelte Fenster, damit die Katze herausschauen kann. Katzen mögen einen rutschfesten, weichen Untergrund in ihrer Box, damit sie beim Transport/Autofahren nicht hin und her rutschen. Außerdem sollte die Box nicht zu groß, sondern an die Größe der Katze angepasst sein. Sie fühlen sich in kleineren, höhlenartigen Boxen wohler und können sich darin besser entspannen.

Viele Katzen bevorzugen Stoffboxen, da Plastikboxen beim Aufsetzen laute Geräusche machen. Zu guter Letzt ist es für Katzen angenehmer, wenn die Transportbox von oben geöffnet werden und sie so herausgeholt werden kann, als von vorne gegriffen zu werden. Nicht zu empfehlen sind Weidenkörbe, da die Katze sich in diesen festkrallen kann und man sie nur von vorne heraus greifen kann. Außerdem sind diese Körbe schlecht zu reinigen. Als Schlafplatz Zuhause sind Weidenkörbe besser geeignet, als zum Transport.

Tipp 2: Katze langsam an die Transportbox gewöhnen & üben

Grundsätzlich sollte für die Gewöhnung an die Transportbox viel Zeit eingeplant werden, um es so stressfrei wie möglich zu halten und die Katze nicht zu überfordern. Am besten wird die Box mit einer Unterlage ausgestattet, welche die Katze auch im Zuhause bereits als gemütlich empfindet (Handtücher, Decken, aber auch Karton oder Papier). Die Transportbox sollte von Anfang an in der Wohnung an einem sicheren, ruhigen Ort stehen, damit die Katze sich an sie gewöhnt und diese vielleicht sogar schon von alleine als Schlaf- oder Rückzugsort benutzt. Sobald die Katze sich der Transportbox freiwillig nähert, dies mit einem Clicker oder Leckerli positiv verstärken. Den Prozess kann man auch spielerisch umsetzen, in dem man Leckerlis oder Spielzeug in der Box versteckt und die Katze diese mit etwas Gutem verbindet. Sobald die Katze die Box nicht mehr mit Argwohn betrachtet, sie freiwillig betritt und darin sogar ruht, kann man beginnen, die Tür zu schließen und die Katze erneut mit Leckerli belohnen.

Sobald das reibungslos und stressfrei klappt, kann der nächste Schritt kommen: Die Katze wird in der geschlossenen Box vorsichtig durch die Wohnung getragen. Hier auch mit viel Geduld erst mit ganz kurzen Transporten beginnen und sich dann langsam steigern. Klappt das alles, kann der erste Tierarztbesuch in der Transportbox erfolgen. Aber beachten – auch nach dem Besuch beim Tierarzt sollte das Üben mit der Transportbox nicht aufhören, sondern bestenfalls regelmäßig wiederholt werden.

Extra Tipp: Auch Pheromonsprays können zusätzlich angewandt werden, um der Katze den Aufenthalt in der Transportbox angenehmer zu gestalten. Dieses kann man z. B. vor dem Tierarztbesuch auf die Decke sprühen (hierbei ist zu beachten, dass der Alkoholgeruch verflogen sein sollte, bevor die Katze in die Transportbox gesetzt wird). Wir beraten hierzu gern.

Wenn diese Tipps, eine geeignete Transportbox und viel Zeit fürs Üben, umgesetzt werden, werden kommenden Tierarztbesuche sicherlich entspannter – für Tier & Mensch.