Wird das Wetter wieder milder, fängt in Deutschland die Zeckenzeit an. Die gilt nämlich nicht nur im Sommer, sondern startet bereits viel früher. Denn sobald es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen über 6 Grad Celsius hat, erwachen Zecken aus ihrer Winterstarre und werden aktiv. Sie lauern dann im Gebüsch, auf Sträuchern oder Gräsern, sowohl im Wald, auf Wiesen oder im Garten und warten darauf, dass ein Mensch oder Tier vorbeikommt, um sich ihre nächste Mahlzeit abzuholen. Und das kann schnell gefährlich werden, denn Zecken sind bei Hund und Katze als auch beim Menschen gefährliche Krankheitsüberträger. Wie schütze ich mein Haustier vor Zecken und was tun, wenn sich doch eine festgebissen hat? Alle Infos hier!

Schutz vor Zecken – die richtige Vorsorge

Damit es gar nicht erst zum Zeckenbiss kommt, ist es wichtig, bereits ab den ersten wärmeren Temperaturen mit der Prophylaxe zu beginnen. Haben wir zum Beispiel einen sehr milden Winter in Deutschland, sollte man auch in dieser Jahreszeit bereits mit der Vorsorge anfangen. Um das Haustier vor Zeckenbissen zu schützen, gibt es verschiedene Formen der Präparate: sowohl Halsbänder, Spot on’s und Tabletten, die beim Tierarzt erhältlich sind, können wirksam gegen Zecken schützen. Die Dauer der Wirksamkeit schwankt zwischen 1,3 und 6-8 Monaten (je nach Präparat). Es sollte individuell mit dem Tierarzt abgeklärt werden, welches Präparat empfohlen wird und was es bei der Anwendung zu beachten gibt.

Gerade nach Spaziergängen auf Wiesen, im Wald oder einem Aufenthalt im Garten, wird empfohlen den Hund oder die Katze am ganzen Körper nach Zecken abzutasten. Die häufigsten Bissstellen sind am Kopf, den Ohren, am Hals und in der Achsel- und Leistengegend, da diese für Zecken leicht zu erreichen sind und die Haut dort meist dünner ist als zum Beispiel am Rücken.

Zecke entdeckt? So entfernt man sie richtig!

Manchmal kommt es trotz aller Vorsorge doch zu einem Zeckenbiss. Nun nicht in Panik geraten, sondern Ruhe bewahren. Denn die Zecke muss sehr sorgfältig und vollständig entfernt werden, da sonst gefährliche Infektionskrankheiten übertragen werden können oder es zu Entzündungen kommen kann. Mögliche Infektionskrankheiten nach einem Zeckenbiss können Borreliose, Anaplasmose, Babesiose oder FSME sein.

Um die Zecke zu entfernen, sollten nicht die Finger, sondern immer geeignete Instrumente, wie eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken verwendet werden. Es besteht sonst die Gefahr, die Zecke mit den Fingern aus Versehen zu quetschen, wodurch erste Krankheitserreger in den Stichkanal gedrückt werden können. Außerdem ist auch vom Einsatz von Öl, Alkohol, Klebstoff oder Äther abzuraten, denn auch das steigert das Risiko der Erregerübertragung, da die Zecke im Todeskampf sehr gestresst ist und mögliche Erreger vermehrt abgeben könnte.

Nachdem das Haustier beruhigt und in einer angenehmen Position steht/liegt oder sitzt, das Fell um die Zecke auseinander fächern und die Zecke mit der Zeckenzange oder dem Zeckenhaken gleichmäßig und nicht zu stark gerade nach oben herausziehen – nicht drehen! Dadurch sollte die Zecke komplett und mit Kopf aus der Haut entfernt werden können. Bleibt der Kopf oder ein Teil der Zecke in der Haut stecken, sollte der Tierarzt kontaktiert werden, da eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern noch gegeben ist.